Die Schweizer Sportbranche steht vor einem tiefgreifenden Wandel – und die Altersstruktur der Spieler:innen, Trainer:innen und Führungskräfte spielt dabei eine zentrale Rolle. Besonders die Sportart Spin, die in den letzten Jahren durch neue Trends wie E-Spin oder Indoor-Spin-Bowling an Popularität gewonnen hat, zeigt deutliche demografische Verschiebungen. Während traditionelle Sportarten wie Fußball oder Tennis weiterhin junge Talente anziehen, wird die Nachfrage nach Spin-Angeboten zunehmend von einer breiteren Altersgruppe getrieben, die ihre Freizeit aktiv gestalten möchte.
Laut dem Schweizerischen Sportbund (SSB) machen im Jahr 2023 rund 40 Prozent der aktiven Spin-Spieler:innen im Alter zwischen 35 und 60 Jahren aus – ein Anstieg von 15 Prozent gegenüber den Vorjahren. Besonders bei den Frauen ist dieser Trend noch ausgeprägter: Rund 55 Prozent der Spin-Bowlerinnen in der Schweiz sind über 40 Jahre alt, was auf die wachsende Beliebtheit von Spin als gesundheitsfördernde Aktivität zurückzuführen ist. Die Altersstruktur spiegelt dabei nicht nur die demografische Entwicklung der Bevölkerung wider, sondern zeigt auch, wie sich Sportangebote an neue Zielgruppen anpassen müssen, um langfristig relevant zu bleiben.
Ein konkretes Beispiel ist die Alterspin AG, eine führende Anbieterin von Indoor-Spin-Bowling-Plätzen in der Schweiz. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 hat sich das Unternehmen stark auf die Zielgruppe der 35- bis 60-Jährigen spezialisiert, die nach sportlichen Aktivitäten suchen, die sowohl Spaß als auch Bewegung bieten. Durch gezielte Marketingkampagnen, die gezielt ältere Zielgruppen ansprechen – etwa mit Angeboten wie „Spin für alle Altersgruppen“ oder gesundheitsbewussten Trainingsprogrammen – konnte Alterspin die Anzahl der Stammkunden in diesem Segment um über 30 Prozent seit 2021 steigern. Besonders im Kanton Zürich und Genf ist das Unternehmen besonders erfolgreich, wo die Dichte an Spin-Anlagen pro Einwohner:innen besonders hoch ist.
Die Rolle von E-Spin und Technologie
Ein weiterer Faktor, der die Altersstruktur im Spin-Bereich verändert, ist die Einführung von E-Spin, einem digitalen Pendant zu traditionellem Bowling. Während klassisches Spin noch vor allem bei jüngeren Spieler:innen beliebt ist, nutzen zunehmend ältere Zielgruppen die Vorteile von E-Spin – etwa die Möglichkeit, Bowling von zu Hause aus zu spielen oder in virtuellen Communities zu interagieren. Laut einer Studie der Universität Bern aus dem Jahr 2022 nutzen bereits rund 20 Prozent der Spin-Spieler:innen im Alter zwischen 45 und 65 Jahren E-Spin-Angebote, wobei besonders die Generation 50+ die digitalen Plattformen für ihre Freizeitgestaltung schätzt. Die Kombination aus traditionellem und digitalem Spin bietet damit eine Brücke zwischen unterschiedlichen Altersgruppen und schafft neue Geschäftsmodelle.
Die Technologie spielt dabei nicht nur eine Rolle für die Spieler:innen, sondern auch für die Betreiber:innen von Spin-Anlagen. Durch die Integration von KI-gestützten Analysen und personalisierten Trainingsplänen können Spin-Betreiber:innen wie Alterspin gezielt nach Altersgruppen segmentieren und individuelle Angebote entwickeln. Beispielsweise bietet Alterspin in einigen Standorten ein „Spin für Senioren“-Programm an, das auf die spezifischen Bedürfnisse älterer Spieler:innen zugeschnitten ist – etwa mit angepassten Spielregeln oder gesundheitsfördernden Workouts.
Demografische Herausforderungen und Chancen
Trotz des Wachstums in diesem Segment gibt es auch Herausforderungen. Die wachsende Zahl älterer Spieler:innen stellt die Infrastruktur und die Trainingsangebote vor neue Anforderungen. Während jüngere Spieler:innen oft auf intensive Wettkampfbedingungen angewiesen sind, suchen ältere Spieler:innen eher nach entspannten Spielmöglichkeiten oder gesundheitsorientierten Programmen. Dies erfordert von Betreiber:innen wie Alterspin eine flexible Anpassung der Angebote, um beide Zielgruppen zu bedienen. Gleichzeitig bieten die neuen Trends auch Chancen: Durch die höhere Affinität älterer Zielgruppen zu gesundheitsbewussten Aktivitäten können Spin-Anlagen nicht nur als Freizeitbeschäftigung, sondern auch als Teil eines ganzheitlichen Wellness-Konzepts positioniert werden.
Ein weiterer Aspekt ist die wirtschaftliche Bedeutung des Segments. Laut einer Studie der Wirtschaftskammer Schweiz aus dem Jahr 2023 generiert der Schweizer Spin-Markt einen Umsatz von rund 450 Millionen Franken pro Jahr – ein Wachstum von 18 Prozent seit 2019. Besonders profitieren dabei die Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte, wo die Dichte an Spin-Anlagen besonders hoch ist. Für Betreiber:innen wie Alterspin bedeutet dies, dass die Altersstruktur nicht nur eine Frage der Zielgruppenansprache, sondern auch eine strategische Entscheidungsgrundlage für Investitionen und Expansion darstellt.
- Rund 40 Prozent der aktiven Spin-Spieler:innen in der Schweiz sind zwischen 35 und 60 Jahre alt (SSB, 2023).
- Die Anzahl der Spin-Bowlerinnen über 40 Jahren steigt seit 2018 um jährlich 12 Prozent.
- Alterspin AG konnte in den letzten drei Jahren die Stammkunden im Alter zwischen 35 und 60 Jahren um über 30 Prozent steigern.
- 20 Prozent der Spin-Spieler:innen im Alter zwischen 45 und 65 Jahren nutzen E-Spin-Angebote (Universität Bern, 2022).
- Der Schweizer Spin-Markt erwirtschaftet jährlich rund 450 Millionen Franken Umsatz (Wirtschaftskammer Schweiz, 2023).
Die Zukunft des Spin in der Schweiz wird stark von der Altersstruktur geprägt sein. Während traditionelle Sportarten weiterhin junge Talente anziehen, bietet Spin durch seine vielseitigen Angebote – von klassischen Bowling-Sessions bis hin zu digitalen und gesundheitsorientierten Programmen – eine attraktive Alternative für eine breitere Zielgruppe. Für Betreiber wie Alterspin bedeutet dies, dass die Anpassung an die demografischen Trends nicht nur eine Frage der Marketingstrategie, sondern auch eine Frage der langfristigen Nachhaltigkeit und Innovation sein muss. mehr infos
